Auftritt in der deutschen Gemeinde in San  José, Besuch in einer indigenen Gemeinde in Costa Rica, Weihnachten an der Karibik 

Am 17. Dezember spielte ich zusammen mit einem deutschen Pfarrer der ILCO im Gottesdienst der deutschen Gemeinde Duette auf der Trompete und Posaune. Nach einem schwungvollen Einstiegsduett folgten Weihnachtslieder. Des Weiteren wurde ich von seiner Frau, der Pfarrerin der deutschen Gemeinde, gefragt, ob ich über meine Arbeit in La Carpio in der Predigt berichten könnte, da dies zum Thema passt. Ich stimmt sofort zu und berichtete über meine Arbeit, Probleme, Drogen und Gewalt. Dabei habe ich das erreicht, was ich wollte- Menschen aufmerksam machen, dass es in der gleichen Stadt auch Viertel gibt, wo es nicht selbstverständlich ist, dass man Geschenke bekommt, zur Schule kann und Drogen und Gewalt zum Alltag zählen. Nach dem Gottesdienst habe ich mich noch mit den Mitgliedern der Kirche über die Themen persönlich unterhalten.

Am Tag darauf ging ich mit einem anderen deutschen Pfarrer, einem Pfarrer aus Peru und einem Mitglied aus der Jugendgruppe nach Cabagra, eine indigene Gemeinde in Costa Rica in der Nähe der Stadt Buenos Aires. Nach einer fünfstündigen Fahrt im Auto und einem Schotterweg sind wir in der indigenen Gemeinde angekommen. Nach einem leckeren Mittagessen fand ein Gottesdienst für die Jugendgruppen der indigenen Gemeinde statt. Zusammen sangen wir viele Lieder. Einige begleitete ich auf der Posaune. Nach dem Gottesdienst machten wir einige Spiele mit den Kindern. Nach der Aktivität gingen wir weiter zu einer Familie, die in vier Häusern nebeneinander wohnt. Zuerst fand auch ein Gottesdienst statt und danach bekamen wir ein leckeres Abendessen. Anschließend ging ich müde in mein Zimmer und schlief, bis ich am nächsten Morgen um 6 Uhr von einem Hahn geweckt wurde. Nach einem leckeren Frühstück ging es dann wieder zurück nach San José. Mir hat der Ausflug in die indigene Gemeinde sehr gut gefallen und ich hoffe, dass ich zeitnah wieder die Möglichkeit bekomme einen Pfarrer zu begleiten.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg an den Pazifik mit allen Mitarbeitern und Freiwilligen der Kindertagesstätte. Nach einem schönen Tag am Strand und einem leckeren Mittagessen, zu dem alle etwas beigesteuert hatten, fuhren wir wieder nach San José. 

Für mich konnte die Heimfahrt gar nicht zu schnell vergehen, da ich wusste, dass inzwischen meine Familie in San José gelandet ist. Deshalb ging ich kurz zum Duschen in die WG und anschließend in das Hotel meiner Familie. Nachdem wir uns nach 4 1/2 Monaten wieder in die Arme geschlossen haben, gingen wir zusammen in ein schwäbisches Restaurant, bei dem wir uns mit meinen Mitbewohnern und meinem Chef zum Essen verabredet hatten. Am nächsten Tag nach dem Frühstück machte ich mich zusammen mit meiner Familie auf den Weg nach La Carpio. Von einem Bekannten bekamen wir eine Führung durch das Armenviertel. Anschließend zeigte ich meiner Familie die Innenstadt von San José und wir tranken zusammen mit zwei Freunden einen Kaffee. Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel wurden wir dann zum Abendessen von meinem Chef in seine Wohnung zusammen mit meinen Mitbewohnern eingeladen.

Am nächsten Tag machten wir uns schon früh auf den Weg nach Puerto Viejo an die Karibikküste. Nach einer fünfstündigen Fahrt im Mietwagen, kamen wir in unser Unterkunft an. Am nächsten Tag fand eine sechsstündige Führung von einem deutschen Biologen durch einen privaten Regenwald statt. Wir bekamen viele Infos über heimische Tiere und Pflanzen und sahen unter Anderem Affen, Faultiere, Schlangen, Frösche, Tukane und Kaimane. Mir hat die Führung sehr gut gefallen.

24. Dezember- Das erste Mal Weihnachten auf einem anderen Kontinent. Als ich morgens um 8 Uhr aufwachte und mit meiner Familie mit T-Shirt und kurzer Hose zum Frühstücken ging, konnte ich gar nicht glauben, dass Weihnachten ist. Erst als mein Opa mich angerufen hat, und der Musikverein in unserem Ort Weihnachtslieder gespielt hat, kam auch bei uns das Weihnachtsfeeling an. Nach dem Frühstück gingen wir an den Strand und badeten in der warmen Karibik. Abends gingen wir lecker Essen und tranken anschließend einen Cocktail in einer Bar bei Live-Musik.

Morgen werden wir weiter zum Vulkan Arenal fahren. Der Abschluss unseres gemeinsamen Urlaubes wird dann in Puntarenas an der Pazifikküste sein. 

Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten. Genießt die Zeit mit euren Familien. Vielen Dank an alle, die mich durch das Lesen meines Blogs stets unterstützen. Das ist meine Motivation, regelmäßig über mein Leben in Costa Rica  zu berichten.

Viele Grüße aus Puerto Viejo/ Costa Rica

Maximilian mit Familie

Ein Kommentar zu „Auftritt in der deutschen Gemeinde in San  José, Besuch in einer indigenen Gemeinde in Costa Rica, Weihnachten an der Karibik 

  1. Hallo Max,

    ich bin eine Kollegin Deines Vaters und lese Deinen Blog stets mit großem Interesse. Es gelingt Dir mit Deinen anschaulichen Schilderungen untermalt mit den tollen Fotos super gut einen Einblick zu vermitteln in Deine Tätigkeiten vor Ort und das reale Leben und den Alltag der Menschen im fernen Costa Rica.
    Es ist schön, dass man deutlich merkt, dass Du bei all Deinem Tun mit dem Herzen dabei bist :-)) Ich wünsche Dir weiterhin eine gute Zeit, genieße die Tage mit Deiner Familie und seid alle herzlichst gegrüßt aus der schwäbischen Heimat von

    Petra

    PS: und Weihnachten in Shorts und Flip-Flops erleben zu können – darum beneiden Dich bestimmt einige Daheimgebliebene

    Gefällt 1 Person

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