Casa Abierta La Carpio

Hallo ihr Lieben,
Ich würde euch gerne über ein Projekt informieren, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Die Kindertagesstätte Casa Abierta in in Costa Rica ist ein Ort, in dem die Kinder des sehr prekären Viertels La Carpio 12 Stunden am Tag Betreuung finden. Man gibt ihnen eine warme Mahlzeit und zwei Zeischenmahlzeiten. Die Mitarbeiter denken sich jeden Tag neue Bastelideen für die Kinder aus, spielen mit ihnen und schenken ihnen die Zuneigung, die sie brauchen und verdienen. Und das alles für nur ca. 60$ pro Monat, den geringsten Preis, den man in La Carpio finden wird. Leider deckt dieser monatliche Beitrag bei Weitem nicht die jährlich entstehenden Kosten von 50 000$. Daher ist die Casa Abierta dringend auf Spenden angewiesen.
Aus diesem Grund Wende ich mich an euch:
Schaut doch bitte mal auf der Website der Casa Abierta Costa Rica vorbei.
Vielleicht lässt ihr euch ja überzeugen, die Casa Abierta zu unterstützen. Das würde mich sehr freuen!
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

https://casaabiertacostarica.wordpress.com

Monteverde, Río Celeste und die Karibik

Heute in genau 10 Wochen bin ich schon auf dem Weg im Flugzeug nach Stuttgart. Deshalb musste ich die vergangenen Wochenenden nutzen, weitere wunderbare Orte meines derzeitigen Heimatlandes zu erkunden.

Am 28. April machte ich mich zusammen mit zwei weiteren Freiwilligen morgens um 6 Uhr auf den Weg nach Monteverde. Schon seit langer Zeit wollte ich Monteverde kennenlernen, da viele Freunde schon davon geschwärmt hatten. Nach einer vier-stündigen Busfahrt kamen wir endlich in Monteverde an. Zuallererst bezogen wir unser Zimmer in einem Hostel, bevor wir uns auf den Weg zum Nationalpark machten. Dort hatten wir schon im Vorraus eine Führung gebucht. Angekommen im Nationalpark machten wir zuerst Siplining. Über dem Regenwald von Monteverde ist eine rießige Seilbahn angebracht, wo man über den Baumkronen rasen kann. Das war eine wunderschöne Erfahrung. Anschließend machten wir einen Tarzan Sprung von einer Plattform und zum Schluss kam der Höhepunkt des Tages: „Kopf vorraus wurden wir an einer Seilbahn befestigt und rasten so über die Baumkronen mit einer hohen Geschwindigkeit. Das war eine wunderschöne Erfahrung. Nach einem langen, aber wunderschönen Tag gingen wir schon sehr früh schlafen und machten uns am nächsten Tag schon um 6 Uhr wieder auf den Heimweg, da wir nachmittags in La Carpio arbeiten mussten.

Nach zwei Wochen Arbeit, machten wir uns am Samstag, den 12. Mai im Bus auf den Weg nach La Fortuna. La Fortuna ist eine Stadt neben dem Vulkan Arenal. Nach dem Beziehen des Zimmers, fuhren wir im Taxi zu öffentlichen heißen Quellen. Durch den Vulkan befindet sich in einem Fluss vulkanisches Gestein, das den Fluss erhitzt. Dort kann man sich stundenlang in den Fluss liegen und die Natur genießen. Am nächsten Tag stand ein Ausflug zum Rio Celeste (blauer Fluss) auf dem Programm. Um 8 Uhr morgens wurden wir in einem Kleinbus von zwei Guides abgeholt und fuhren zu dem zwei Stunden entfernten Nationalpark des Rio Celestes. Dort angekommen, wanderten wir durch den Nationalpark und erreichten den blauen Fluss, der wunderschön glänzte. Anschließend wanderten wir weiter durch den Nationalpark vorbei an verschiedenen Pflanzen und weiteren kleinen Bächen. Zuletzt machten wir uns auf den Weg zu einem weiteren Fluss des Rio Celeste, um noch Baden zu gehen. Müde, aber total glücklich von den Erlebnissen des Tages kamen wir anschließend in unserem Hostel an. Abends gingen wir noch ganz entspannt im Pool des Hostels baden und tranken Cocktails. Den darauffolgen Tag ließen wir ganz entspannt beginnen. Nach einem leckeren Frühstück schlenderten wir durch die Innenstadt von La Fortuna und ließen uns anschließend massieren, bevor wir uns wieder im Bus auf die Heimfahrt nach San José machten.

Vier Tage danach mieteten wir ein Auto und fuhren an die Karibik nach Tortugero. Nach vier Stunden im Auto und zwei Stunden Bootfahrt durch einen Fluss, kamen wir nachmittags in Tortugero an. Der Name Tortugero stammt von dem spanischen Name für Schildkröte („Tortuga“). Jährlich im Oktober schlüpfen dort Schildkröten. Leider sahen wir dort keine Schildkröten. Nach der langen Fahrt nach Tortugero, ließen wir den Tag entspannt ausklingen, da wir schon am nächsten Tag um 6 Uhr morgens eine Führung durch den Nationalpark von Tortugero hatten. Mit dem Boot fuhren wir den Fluss entlang in die Wälder. Wir sahen verschiedene Vögel, Eulen, Affen und Kaymane und hörten die Geräusche der Tiere und der Natur. Nach wunderschönen Tagen in Tortugero fuhren wir im dem Boot den Fluss zurück und anschließend mit dem Auto die Karibikküstenstraße entlang Richtung Punta Uva. Dort wohnen wir für zwei weitere Tag in einer sehr schönen Unterkunft in der Nähe des Meeres. Nach einem Ausflug in die indigene Gemeinde Sixaola und an die Grenze nach Panamá, ließen wir den Tag am Strand ausklingen. Am nächsten Tag gingen wir morgens, nachdem wir alle aufgewacht waren noch vor dem Frühstück an die Karibik. Nach einer wunderschönen Zeit an der Karibik und einem Gallo-Pinto Frühstück, machten wir uns wieder auf den Weg nach San José.

Es

waren wunderschöne Wochenenden und ich bin total glücklich, die Möglichkeit gehabt zu haben, in den vergangenen Wochen noch mehr von meiner Wahlheimat zu sehen.

Am Dienstag und Mittwoch werde ich im Büro der ILCO und in der Kindertagesstätte arbeiten und von Donnerstag bis Sonntag findet ein Brot für die Welt Seminar statt.

New Update in Costa Rica: Arbeit, Besuch einer Insel, Projekte und Ausblick in die nächste Zeit

Als alle meine Mitbewohner auch wieder aus dem Urlaub in die WG kamen, wurde zuallererst mit Freunden mein 20. Geburtstag nachgefeiert, den ich bisher nur mit meiner Mitbewohnerin Jana auf Kuba gefeiert hatte. Es war eine wunderschöne Feier und ich war echt froh, auch wenn ich eine wunderschöne Zeit auf Kuba hatte, wieder in meiner WG mit meinen Mitbewohnern zu sein.

Seit dem 3. April bin ich nun auch schon wieder am Arbeiten und wieder total im Alltag drin. Die Kinder der Kita, die Mitarbeiter der ILCO, sowie meine Schüler des Englisch- und Deutschunterrichtes habe ich echt total vermisst gehabt in der freien Zeit.
Jedoch gab es bei mir eine Arbeitsplanänderung. In Zukunft werde ich nur noch mittwochs in der Kindertagesstätte arbeiten, da demnächst ein neues Projektes von meinem Chef Norberto starten werde, indem ich auch involviert sein werde.
Mir macht die Arbeit in der Kindertagesstätte immer noch total viel Spaß, jedoch freue ich mich auch auf die nächsten Wochen in dem Projekt Emprendimientos, in denen ich weiterhin Unterricht geben werde und wir mit den Jugendlichen viele neue T-Shirts mit unterschiedlichen Logos bedrucken werden, sowie auf das neue Projekt.
Das neue Projekt meines Chefs hätte eigentlich schon Anfang April starten sollen, jedoch gab es einige Probleme mit der Regierung. Das Projekt, das den Namen „Fußball und Kunst für das Leben“ hat, an drei verschiedenen Standorten in Costa Rica stattfinden soll und ca. 15 Sozialarbeiter, sowie Psychologen beinhaltet soll nun Ende Mai starten und wird das erste Projekt zwischen der ILCO und der Regierung in einem großen Ausmaß sein. Ich hoffe, dass das Projekt wie geplant zeitnah starten kann und ich noch viele Einblicke in meinen letzten drei Monaten in Costa Rica bekommen kann.
In dem Projekt Emprendimientos arbeiten wir außerdem gerade an einer Webseite, die ich noch in dem Blogeintrag verlinken werde, sowie an dem Thema Marketing, die den Verkauf der hergestellten Produkte der Frauen und Jugendlichen erleichtern soll.

Da ich jede Woche Montag mit dem deutschen Pfarrer der ILCO Martin musiziere, sprach ich anschließend mit ihm und seiner Frau Sonja, der Pfarrerin der deutschen Gemeinde, ob die Möglichkeit bestehen würde, die selbst hergestellten Shampoos und Seifen unserer Frauengruppe aus La Carpio nach dem Gottesdienst zu verkaufen, da ich schon von einigen Gemeindemitgliedern nach dem Erwerb der Produkte gefragt wurde. Deshalb machte ich mich zusammen mit meinen Mitbewohnern und meinem Chef Norberto letzte Woche Sonntag morgens um 9 Uhr auf den Weg nach Pavas, um beim Gottesdienst der deutschen Gemeinde teilnehmen zu können. Anschließend verkauften wir die Shampoos und Seifen, die die Frauen unseres Projektes in den letzten Wochen hergestellt hatten. Die Besucher des Gottesdientes waren begeistert und deshalb waren innerhalb kurzester Zeit alle Produkte verkauft. Ich war total glücklich über diesen Erfolg, da nun die weiteren Kurse aufgrund des hohen Erlöses zeitnah weitergeführt werden können.

Letzte Woche Freitag klingelte mein Wecker ganz ungewöhnlich schon um 4 Uhr. Normalerweise muss ich erst frühestens um 7:45 Uhr aufstehen, da ich immer bis spät abends arbeite, doch an diesem Tag stand etwas ganz besondern auf dem Programm. Nach nur 4 Stunden Schlaf quälte ich mich aus dem Bett und richtete mich schnell, denn ich hatte eine Motivation so früh aufzustehen: „Wir bringen Lebensmittel auf eine Insel und müssen dort schon früh hin“, wurde mir am Vorabend gesagt. Um 5:20 Uhr kam ich ziemlich verschlafen, aber dennoch motiviert zum vereinbarten Treffpunkt. Mein Chef Norberto, zwei Mitarbeiter der ILCO, eine Praktikantin aus Deutschland und ich machten uns auf dem Weg Richtung Norden, um zu der „Isla de Chira“ zu gelangen. Auf der zwei-stündigen Autofahrt nach Puntarenas erfuhr ich von unserem Auftrag: Die ILCO ist Teil des ACT Alliance, eines kirchlichen Netzwerkes für Entwicklungshilfe. Wir haben den Auftrag bekommen, als Mitglied von ACT, Lebensmittel auf die Insel „Isla de Chira“ zu bringen, da dort eine große Armut herscht und die Menschen oftmals überhaupt kein Einkommen haben.
Angekommen in Puntarenas wartete schon ein großer LKW und im Wasser ein Motorboot. Wir mussten zuerst alle Lebensmitteltüten von dem LKW in das Boot laden. Anschließend kamen wir nach einer einstündigen Bootsfahrt auf der Insel an, und wurden schon von vielen Einheimischen erwartet. Diese halfen uns beim Ausladen der Tüten, sowie bei der Beklebung der Etiketten. Auf der Insel wohnen ca. 3000 Menschen und die Lebensmittel sollten wir viele von ihnen bestimmt sein. Die Leute, die in der Nähe des Ufers wohnten, holten die Lebensmittel direkt ab; die restlichen wurden von uns und drei Einheimischen per Bus verteilt. Des war eine sehr harte körperliche Arbeit, da jede Tüte ca. 10kg wog und jede Familie drei davon bekam. Nach der Arbeit und einem wunderschönen Tag auf der Insel, auf der ich sehr nette Menschen kennengelernt hatte, machten wir uns müde, aber sehr glücklich wieder mit dem Boot auf den Heimweg. 70 Familien hatten wir mit Lebensmittel versorft- ein voller Erfolg. Um 22 Uhr kamen wir wieder in San Jose an. Es war ein wunderschöner Tag und eine geniale Erfahrung, die ich nie vergessen werde.

Dieses Wochenende werde ich mit zwei Mitbewohnern, der neuen Praktikantin und meinem Chef nach Monteverde fahren. Ich bin schon total gespannt und freue mich auf eine weitere tolle Erfahrung in Costa Rica.
Am kommenden Montag treffe ich mich wieder mit Martin zum Musizieren, da wir am Sonnntag den Gemeindeausflug der deutschen Gemeinde musikalisch umrahmen werden. Der Ausflug wird nach Heredia auf eine Kaffee-Farm sein.
Demnächst beginnen schon die letzten 3 Monate in Costa Rica und ich merke, wie schnell die Zeit vergeht. Dadurch, dass ich überglücklich mit meiner Arbeit und meinem Umfeld bin, wird es für mich alles andere als einfach sein am 30. Juli in den Flieger Richtung Deutschland zu steigen. Jedoch freue ich mich schon wieder auf meine Familie, meine Freunde und das Leben in Deutschland.

Mein nächster Blogeintrag wird zeitnah folgen 🙂

Mein Traum ging in Erfüllung- Urlaub auf Kuba

Die Vorstellungen von der Insel in Mittelamerika, die ich schon vor dem Urlaub im Kopf hatte, wurden völlig übertroffen. So überwältigt war ich von dem Land.

Am 16. März machten sich meine Mitbewohnerin Jana und ich uns um 2 Uhr morgens auf den Weg zum Flughafen im Taxi. Trotz nur zwei Stunden Schlaf in der letzten Nacht überwog die Vorfreude auf unsere Kubareise. Nach dem fünf-stündigen Flug kamen wir müde, aber jedoch überglücklich auf Kuba an und fuhren mit dem Taxi zu unserer Unterkunft in Havana. Die ersten drei Tage verbrachten wir in der Hauptstadt Kubas. Nach einer Stadtrundfahrt in einem Oldtimer, folgten eine Besichtigung der öffentlichen Plätze, ein Besuch im Museum der Revolution und im Kunstmuseum, und eine Besichtigung einer abgelegen Ruine, von dort aus man die ganze Küstenstraße sehen konnte. Natürlich durfte ein weiteres „Must have“ in Havana nicht fehlen- der original kubanische Mojito. Die ersten drei Nächte verbrachten wir in dem Hostel einer kubanischen Kirche, da wir dort Freiwillige, die dort eingesetzt sind, bei einem Seminar in Costa Rica kennengelernt hatten.

Nach drei wunderschönen Tagen in Havana ging es weiter in einem Kleinbus nach Viñales, einer Stadt, die sich rund zwei Fahrstunden westlich von Havana befindet. Angekommen in unserem Hostel, machten wir erstmals eine Besichtigung der Stadt. Die Häuser sind bunt, viele Touristen auf den Straßen und außerhalb der Stadt: Eine grenzenlose Natur. Am nächsten Tag machten wir eine Führung durch den an der Stadt angrenzenden Nationalpark. Nach einem langen Feldweg erreichten wir die Tabak-Plantagen und wurden über die Herstellung von Zigarren informiert. Außerdem bekamen wir regionale Pflanzen und Früchte gezeigt. Zum Schluss wanderten wir durch eine Höhle und vorbei an einem kleinen See mit anliegenden älteren Häusern.
Die Führung war total informativ, jedoch auch anstrengend. Bei über 35 Grad und Sonne war eine Pause nach der drei-stündigen Wanderung dringend notwendig. Zum Abschluss unseres Aufenthaltes in Viñales machten wir einen Ausflug an einen in der Nähe gelegenen Strand.
Türkis-blaues Wasser, feiner gold glänzender Sand und Palmen- so wie man sich die Karibik vorstellt. Wir genossen den Strandtag in vollen Zügen.

Am nächsten Tag ging die Reise weiter nach Trinidad, einer Stadt, östlich von Havana, deren Bauweise der Häuser ziemlich Havana ähnelt. Auch dort durfte eine Besichtigung der Stadt und ein Ausflug an den Strand nicht fehlen. Von unserer Unterkunft aus bekamen wir Fahrräder ausgeliehen und machten uns auf den Weg zum Strand. Dort angekommen folgte die Abkühlung im durchsichtigen Wasser der Karibik.
Leider gab mein Fahrrad bei der Heimfahrt den Geist auf und wir mussten mit einem Taxi samt den Fahrrädern den Heimweg antreten. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Cienfuegos, einer zwischen Trinidad und Havana gelegenen Stadt, in der wir einen Zwischenstopp einlegten. Wir besichtigen die öffentlichen Plätze und verbrachten den Abend an der Küste.

Trotz der wunderschönen Tage in Viñales, Trinidad und Cienfuegos, war ich wieder total froh nach Havana zurückzukehren. Die Hauptstadt Kubas faszinierte mich. Das Flair der Stadt ist einfach unbeschreiblich schön- Oldtimer, der dauerhafte Zigarrengeruch, die kubanische Musik, Häuser die einzigartig gebaut sind und Einheimische, die ihr Land lieben und stolz darauf sind, hier zu wohnen.

Die Menschen verehren Fidel Castro und Ernesto „Che“ Guevara und die Revolution. Sie sind überall auf Bildern zu sehen und werden als Vorbilder des Landes gesehen und die Einheimischen scheinen mit dem sozialistischen Staat sehr zufrieden zu sein. Eventuell kennen sie keine andere Staatsform oder dürfen sich nicht kritisch dagegen äußern.
In Kuba ist fast alles staatlich veranlasst. Zum Beispiel gibt es WLAN nur mit Karten, für die man stündlich bezahlen muss, in einigen Parks der Stadt.
Für mich etwas total neues und etwas schockierend, welche Macht der Staat deshalb ausüben kann.

Nach den ersten Tagen mit ziemlich viel Programm in Havana, folgten etwas ruhigere Tage. Aber natürlich durfte in Havana auch der Besuch in der „Case de Ron y Tabaco“ nicht fehlen. Auf Deutsch: Haus des Rum und Tabak.

Am 29. März um 3:45 Uhr machten wir uns im Taxi wieder auf dem Weg zum Flughafen. Es war ein wunderschöner Urlaub auf Kuba und ich werde eines Tages wieder zurückkehren, um weitere Teile dieses unbeschreiblich schönen Landes zu erkunden.

Am Dienstag, 3. April werde ich dann wieder mit der Arbeit in der Kindertagesstätte beginnen.

Mein Rückflug nach Deutschland wird am 30. Juli sein.

Der nächste Blogeintrag wird zeitnah wieder folgen.

Anbei noch einige Bilder:
Die Hauptstadt Havana:

Viñales:

Trinidad:

Cienfuegos:

Traurige Wahrheit

Seit ein paar Tagen ist neues Kind in der Kindertagesstätte. Als ich sie das erste Mal sah, viel mir sofort auf, dass sie verhaltensauffällig ist. Als sie bei dem Mittagschlaf keine Sekunde schlafen wollte, sondern die ganze Zeit nur spielen, verstärkte sich meine Auffassung.
Daraufhin suchte ich das Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Kindertagesstätte. Mir wurde mitgeteilt, dass die Mutter das Mädchens ermordet wurde, als sie auf der Straße arbeitete und sich prostituierte; und der Vater: ein Drogenabhängiger. Die einzige Person, die sich um das kleine Kind kümmert ist ihre Schwester: im jugendlichen Alter und besucht noch die Schule.
Das Ganze ist leider kein Einzelfall in La Carpio.
In Deutschland würden die Kinder sofort psychologische Unterstützung bekommen; aufgrund ihrer finanziellen Situation ist das hier aber nicht möglich.
Mir macht die Arbeit mit den Kindern der Kindertagesstätte sehr viel Spaß, jedoch weiß man nie, was den Kindern schon widerfahren ist und was sie für grausame Erfahrungen in ihrem Leben gesammelt haben.

Enorm wie schnell die Zeit vergeht: Halbzeit in Costa Rica

Vom 29.01 bis zum 03.02. fand das Brot für die Welt- Zwischenseminar zusammen mit meinen Mitfreiwilligen von Brot für die Welt und mit 14 anderen Freiwilligen aus Costa Rica, Nicaragua und Kuba von unterschiedlichen Organisationen statt. Am 29.01. trafen wir uns alle mit meiner Mentorin von Brot für die Welt, einem anderen Mentor und einem ehemaligen Freiwilligen an dem Bus-Terminal und machten uns auf den Weg nach Buenos Aires, einer Stadt im Süden Costa Ricas. Nach einer sechsstündigen Busfahrt lag eine zweistündige Wanderung vor uns, bis wir schließlich in die indigene Gemeinde „Salitre“ gelangten. Untergebracht waren wir in dem Kulturzentrum namens Bribripa. Diese Organisation bietet Führungen und Vorträge an, um Einblicke in die Bribri-Kultur gewinnen zu können. Außerdem gibt es auch Hütten, in denen man übernachten kann. Dort waren wir auch die sechs Tage untergebracht. In dem Seminar beschäftigten wir uns mit Themen, wie zum Beispiel das vergangene letzte halbe Jahr, die Rückkehr nach Deutschland, Pläne in den weiteren Monaten, der Bribri-Kultur, sowie mit der Möglichkeit „Fußabdrücke“ zu hinterlassen. Außerdem durften auch Einzelgespräche mit den Mentoren, sowie ein Fußballspiel mit Einheimischen und das Baden in einem in der Nähe gelegenen Fluss nicht fehlen. Der Höhepunkt der Tage war für mich der kulturelle Austauschabend. Wir brachten den Einheimischen die deutsche Kultur mit Bildern, einem Deutschkurs und deutschen Liedern näher und im Gegenzug wurde uns von den Bribri’s (Einheimischen) durch Tänze und Musik ihre Kultur nähergebracht. Dabei durften wir auch unser Tanzbein schwingen. Außerdem bekamen wir noch eine Führung durch das Dorf. Eines Nachmittags machten wir uns auf den Weg in die Berge, um den Sonnenuntergang zu sehen. Nach einer einstündigen Wanderung hatten wir den idealen Platz gefunden, um die Idylle zu genießen.

Mir hat die Zeit in dem Seminar sehr gut gefallen, da man viele neue Leute kennengelernt hat, einem die Bribri-Kultur nähergebracht wurde und man viele wichtige Informationen und Tipps bekommen hat. Außerdem war es total entspannt, da man in Salitre überhaupt kein Internet hatte und deshalb die ganze Zeit mit seinen Mitmenschen genießen konnte.

Der nächste Blogeintrag wird zeitnah folgen.

Ein geregelter Alltag ist wichtig für die Kinder

Anbei ein Beitrag von mir, den ich für die Homepage von Brot für die Welt geschrieben habe:

Pura Vida ist das Lebensmotto in Costa Rica (auf Deutsch etwa: „Genieße das Leben“). Und nach fast sechs Monaten als Freiwilliger in einer Kindertagesstätte und einem sozialen Projekt in einem Armenviertel von San Jose erzählt Maximilian davon, was das für die Menschen bedeutet.


Wenn ich mich Dienstag morgens auf dem Weg in die Kindertagesstätte in das Armenviertel „La Carpio“ mache und durch die Innenstadt laufe, ist die Stadt gefüllt mit Menschenmengen. Man hört Marktschreier, sieht, wie Leute ganz gemütlich an einem vorbeilaufen, stets mit einem Lächeln im Gesicht, hört Papageien und Menschen miteinander kommunizieren. Und alles ganz „tranquilo“; auf Deutsch „ruhig/langsam“. Dieses Wort bekommt man gerade als Deutscher oftmals zu hören.

Wenn man sich mit einem Tico (Einheimischer) verabredet, kann das oftmals vorkommen, dass man dreißig Minuten länger wartet. Darauf habe ich mich aber bereits schon eingestellt. Wichtig ist es nur zu unterscheiden, wann man zu spät kommen kann, und wann nicht. Beispielsweise in der Kindertagesstätte ist es wichtig, pünktlich zu kommen und Bescheid zu sagen, wenn man im Stau steht, was in Costa Rica regelmäßig vorkommt. Angekommen in dem Armenviertel „La Carpio“ in der Kindertagesstätte rennen die Kinder mir schon entgegen, als ich die Eingangstüre öffne. La Carpio ist ein Ortsteil von San Jose, in dem Armut und Gewalt ein großes Problem sind; einige Kinder erfahren häusliche Gewalt, Familien haben nicht genug zu essen und wohnen in Wellblechhütten mit vielen anderen Familienmitgliedern.

Ich arbeite dienstags und mittwochs in der Kindertagesstätte jeweils acht Stunden am Tag. Zu meinen Hauptaufgaben gehören das Kochen und das Spielen mit den Kindern. Außerdem gebe ich dienstags Sportunterricht. Für die Kinder ist es sehr wichtig, einen geregelten Alltag zu erfahren, da dies oft in ihren Familien nicht vermittelt wird. Ich arbeite dort zusammen mit Henriette, meiner Mitfreiwilligen von Brot für die Welt und denen von Mission EineWelt, Jan, Jana und Julia. Außerdem gibt es drei hauptangestellte Mitarbeiterinnen.

Wir Freiwillige wohnen alle zusammen in einer Wohnung oberhalb meiner Organisation ILCO, der lutheranischen Kirche Costa Ricas. Außer meiner Arbeit in der Kindertagesstätte arbeite ich in dem Projekt Emprendimientos zusammen mit Julia und dem Koordinator Norberto. Dies ist ein soziales Projekt für Jugendliche und Erwachsene in La Carpio, in welchem Aktivitäten für alle Altersgruppen durchgeführt werden. Beispielsweise gebe ich Englischunterricht für alle Altersgruppen und Deutschunterricht für die Mitarbeiter der ILCO. Mit den Jugendlichen spielen wir Fußball und bedrucken T-Shirts, mit einer Frauengruppe stellen wir Schmuck- und Kosmetikprodukte her und mit Männern machen wir Informatikunterricht. In diesem Projekt arbeite ich wöchentlich donnerstags bis samstags.

Die Arbeit in der Kindertagesstätte und in dem Projekt Emprendimientos macht mir viel Spaß. Außerdem stehen wir auch in ständigem Kontakt mit den Mitarbeitern der ILCO, die im Laufe der Zeit richtig gute Freunde geworden sind. Ich hoffe, dass die letzten sechs Monate genauso weiterverlaufen werden und dass ich noch viele weitere positive Erlebnisse in Costa Rica miterleben darf. Auf meiner Homepage berichte ich ständig über mein Leben und meine Erlebnisse vorort.

PURA VIDA!:-)

https://info.brot-fuer-die-welt.de/blog/ein-geregelter-alltag-ist-wichtig-kinder